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08. Jänner 2018

FPÖ-Hermann/Staller: „Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache erneut angestiegen!“

Mehrheit der Grazer Volksschüler ist nichtdeutscher Muttersprache; erschreckende Werte auch in Knittelfeld (53%), Neudau (47%), Kapfenberg (46%), Feldkirchen bei Graz (42%), Liezen (42%) und Stainach (38%); türkis-blaue Bundesregierung plant wichtige Maßnahmen.

Der Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in öffentlichen Volksschulen ist im heurigen Schuljahr erneut beängstigend hoch. Für 9.012 Kinder, das sind 21,2 Prozent aller Volksschüler in der Steiermark, ist Deutsch nicht die Muttersprache, sondern eine Fremd- bzw. Zweitsprache. Das bedeutet, dass jeder fünfte Volksschüler nichtdeutscher Muttersprache ist, wie die FPÖ Steiermark mittels schriftlicher Anfrage an SPÖ-Bildungslandesrätin Ursula Lackner in Erfahrung brachte. „In Graz gibt es bereits Schulen mit einem Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache von über 90 Prozent. Während SPÖ und ÖVP in den vergangenen Jahren die Tragweite des Problems nicht erkannt haben, macht die neue türkis-blaue Regierung bereits Nägel mit Köpfen. So werden künftig im Hinblick auf den Übertritt ins Regelschulwesen strengere Kriterien gesetzt“, erklärt FPÖ-Landesparteisekretär und designierter Klubobmann Stefan Hermann.  

Fremdsprachige Volksschüler: Knittelfeld erneut Spitzenreiter!
Wie im letzten Jahr weist auch heuer die Stadt Knittelfeld mit unglaublichen 53 Prozent (+ 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) den höchsten Wert an fremdsprachigen Volksschülern auf. „Heimische Schüler sind in Knittelfeld gegenüber fremdsprachigen Kindern in der Minderheit. Neben einer Trendumkehr in der Zuwanderungspolitik ist es wichtig, auch bildungspolitische Maßnahmen zu setzen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Geht es nach den Plänen der neuen Bundesregierung, sollen Kinder, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, in Zukunft vor dem Eintritt in die Volksschule die Vorschule besuchen. Ziel muss es sein, dass beim Eintritt in die erste Schulstufe alle Kinder über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um dem Regelunterricht folgen zu können. Nur so kann gewährleistet werden, dass heimische Kinder im Unterricht nicht zu kurz kommen“, so Hermann. 

Staller: „In Graz ist die Situation besonders erschreckend!“

Im Vergleich zum Vorjahr ist in der Landeshauptstadt Graz die Anzahl an fremdsprachigen Schülern weiter gestiegen. Mittlerweile gehören 52,4 Prozent (+1,3) jener Gruppe an, für die Deutsch eine Fremdsprache ist. So weisen die Grazer Stadtbezirke Lend (92%), Gries (92%), Jakomini (73%), Eggenberg (72%) und Gösting (70%) einen besonders hohen Anteil von fremdsprachigen Volksschülern auf. Absoluter Spitzenreiter ist auch heuer wieder die Volksschule St. Andrä mit 99,4 Prozent. Für 162 der insgesamt 163 Kinder dieser Schule ist Deutsch eine Fremd- oder Zweitsprache. „Die zuständige SPÖ-Landesrätin Ursula Lackner ist gefordert, die vorgeschlagenen Maßnahmen der Bundesregierung bestmöglich zu unterstützen. Die Vogel-Strauß-Politik der letzten Jahre muss auch auf landespolitischer Ebene der Vergangenheit angehören. Die Zahlen der Landeshauptstadt Graz verdeutlichen jedenfalls den dringenden Handlungsbedarf“, betont die Grazer Landtagsabgeordnete und freiheitliche Bildungssprecherin Hedwig Staller abschließend.

 

BezirkSchuleAnteil Kinder nichtdeutscher Muttersprache
GrazVS St. Andrä99,4%
BMVS Kapfenberg Stadt87,2%
LEVS Leoben-Donawitz73,6%
MTVS Knittelfeld-Kärntner65,4%
HFVS Neudau48,7%
LBVS I Leibnitz48,3%
LIVS Liezen45,5%
GUVS Feldkirchen bei Graz42,1%
WZVS Weiz40,3%
MUVS Teufenbach38,7%
SOVS I Feldbach36,7%
DLVS Deutschlandsberg34,3%
VO.VS Rosental a.d. Kainach15,7%

Quelle: Anfragebeantwortung durch SPÖ-Bildungslandesrätin Lackner vom 12.12.2017 (EZ 1958/2)

 


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