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11. Oktober 2017

FPÖ- Mayer: EU muss die Weichen für Freihandelsabkommen mit Großbritannien stellen

Mayer kritisiert schwammige Haltung Brüssels zu weiterer handelspolitischer Zukunft Großbritanniens

„An einer derart vollständigen Integration Großbritanniens in den nordamerikanischen Binnenmarkt kann Europa nicht interessiert sein“, kommentiert der freiheitliche Europaabgeordnete Georg Mayer die britischen Überlegungen zu einem NAFTA- Beitritt. „Für Großbritannien würde das bedeuten, dass es sich nunmehr den amerikanischen Regelungen für Wettbewerb, Industrienormen, Dienstleistungen und vieles mehr zu unterwerfen hätte. Für die restlichen EU-Staaten wären die USA, handelspolitisch gesehen, plötzlich mitten in Europa.“, meint Mayer, der darauf verwies, dass vor allem der breite Widerstand gegen das TTIP- Abkommen gezeigt hat, dass solch ein Unterfangen von einem Großteil der Bevölkerung sehr kritisch gesehen wird.

Insbesondere von Brüssel erhofft sich Mayer nun ein klareres Vorgehen: „Aus Kreisen Brüsseler Eurokraten, insbesondere von einem Herrn Verhofstadt, wird gegenüber London eine Drohkulisse aufgebaut.“, sagt der freiheitliche EU-Abgeordnete. Seiner Ansicht nach will man die Briten daran hindern in die Verhandlung von Handelsabkommen mit Drittstaaten einzusteigen und gibt sich bewusst zurückhaltend in Bezug auf ein Freihandelsabkommen mit der EU.

Für Mayer ist dies allerdings der falsche Weg. „Wir müssen den Briten klar signalisieren, dass wir an einer konstruktiven Zusammenarbeit zum Wohle unserer Volkswirtschaften auch in der Zukunft interessiert sind. Daher sollten wir die Weichen für ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU stellen.“


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