Stefan Hermann:

Autonomie der GKB steht auf dem Spiel!

Freiheitliche treten klar gegen den Ausverkauf des erfolgreichen steirischen Bahnunternehmens auf und nehmen Verkehrslandesrat Lang in die Pflicht.

Wie die „Steirerkrone“ heute berichtete, scheint sich die Situation rund um die geplante Übernahme des Streckennetzes der GKB durch die ÖBB zuzuspitzen. Am kommenden Mittwoch versammelt sich die gesamte Belegschaft der Graz-Köflacher-Bahn, um gegen die Pläne des Verkehrsministeriums aufzutreten. Ein Verschieben des Streckennetzes hin zu den Bundesbahnen hätte für die wesentlich kleinere GKB keine Vor- sondern nur Nachteile, so der Betriebsrat Helmut Koch. Nicht nur 200 Mitarbeiter im Bereich Infrastruktur wären davon betroffen, sondern auch im Verschub und in der Administration wären Personaleinsparungen die Folge. Die Freiheitlichen sehen die Übernahme des Streckennetzes durch die ÖBB kritisch. „Der Verlust der Autonomie für die GKB wäre verheerend. Eine Verschiebung des Streckennetzes ist für uns absolut nicht nachvollziehbar. Der in Wien situierte ÖBB-Vorstand würde damit weitreichende Entscheidungskompetenz über das erfolgreiche steirische Unternehmen erlangen. Wenn man sich die Vorgänge ansieht, bekommt man den Eindruck, dass es keine wirtschaftlich erfolgreichen Bahnunternehmen geben darf, weshalb jetzt eine Machtübernahme durch die ÖBB erfolgt“, so FPÖ-Landesparteisekretär LAbg. Stefan Hermann, der auch Verkehrslandesrat LH-Stv. Anton Lang in die Pflicht nimmt. „Immerhin geht es auch um steirische Arbeitsplätze. Es stellt sich die Frage, wo die 200 Mitarbeiter im infrastrukturellen Bereich nach der Streckennetzübernahme ihren Dienst tun müssen? Hier müsste sich auch der Landeshauptmann-Stellvertreter Lang einbringen und für die Autonomie des Unternehmens eintreten. Die Unterstützung der FPÖ hat die Belegschaft der GKB jedenfalls“, so Hermann.

Das Engagement von SPÖ-Verkehrslandesrat Anton Lang für Regionalbahnen in der Steiermark ist aus Sicht der Freiheitlichen ohnehin enden wollend. „Egal ob es die Gleichenberger Bahn oder die Murtalbahn betrifft, für regionale Bahnunternehmen scheint der rote Verkehrsreferent wenig übrig zu haben. Nun sollen auch noch weite Teile eines in der Grünen Mark situierten Erfolgsunternehmens ohne jedwede Kommentierung der Landesregierung verscherbelt werden“, zeigt sich Hermann empört. „Um Arbeitsplätze und die mittelfristige Entwicklung der Bahnverbindungen macht sich Landesrat Lang offenbar keine Sorgen. Entweder handelt es sich um Unwillen, seiner Verantwortung nachzukommen oder es gibt einen politischen Deal im Hintergrund, weshalb man sich bewusst in Untätigkeit übt“, hält der Freiheitliche abschließend fest.

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