Stefan Hermann:

Mängel in der Elementarpädagogik können nicht einfach weggekauft werden!

Freiheitliche kritisieren Teile des vorgestellten Maßnahmenpakets für den Elementarpädagogikbereich der Landesregierung – ÖVP-Landesrat schließt Gruppenschließungen im Herbst nicht aus.

Wer von dem heute durch Landeshauptmann Christopher Drexler, seinem Stellvertreter Anton Lang sowie ÖVP-Bildungslandesrat Werner Amon und SPÖ-Landesrätin Ursula Lackner vorgestellten Maßnahmenpaket für die Elementarpädagogik einen großen Wurf erwartet hatte, wurde enttäuscht. „Mit Ausnahme der stufenweisen Senkung der Gruppengrößen hat es die Landesregierung abermals verabsäumt, wirkliche Verbesserungen im Bereich der Elementarpädagogik herbeizuführen“, so FPÖ-Bildungssprecher LAbg. Stefan Hermann. „Die Verlängerung des Dispens ist aus der Not geboren. Die angekündigte Prämie von unglaublichen 15.000 Euro für Absolventen einer Bildungseinrichtung für Elementarpädagogik, wenn diese sich für eine Anstellung in einer Einrichtung verpflichten, löst die tatsächlichen Probleme im Bereich nicht. Die Landesregierung wird sich die Mängel in der Elementarpädagogik nicht einfach wegkaufen können“, so Hermann weiter, der darüber hinaus kritisiert, dass nicht klar ist, wie diese Prämie überhaupt ausbezahlt und kontrolliert werden soll. „Die stufenweise Senkung des Betreuungsschlüssels von 25 auf 20 Kinder ist zwar begrüßenswert, setzt aber erst mit dem kommenden Kindergartenjahr ein. Für das anstehende Betreuungsjahr konnte ÖVP-Landesrat Amon eine Schließung von Gruppen nicht dezidiert ausschließen. Dieser Umstand wird vielen Eltern weiterhin große Sorgen bereiten. Die landesweite soziale Staffelung der Elternbeiträge auch für Kinderkrippen ist im Sinne der Wahlfreiheit ein guter Schritt, es braucht jedoch auch Anreize für Eltern, die sich für eine Betreuung zuhause entscheiden. Mit einer steiermarkweiten Ausrollung des ‚Feldkirchner Modells‘ könnten die Zahlen in den Kinderkrippen allgemein gesenkt werden. Die Landesregierung hat in der Vergangenheit die Zeichen der Zeit verschlafen. Wir Freiheitliche werden genau prüfen, ob die heutigen Maßnahmen tatsächliche Verbesserungen bringen. Jedenfalls wird es weiterer Schritte bedürfen, wie deutlich attraktivere Gehälter sowie die Schaffung zusätzlicher hochwertiger Ausbildungsplätze“, so der freiheitliche Bildungssprecher abschließend.

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