Mario Kunasek & Claudia Schönbacher:

Meisterprämie muss verlängert werden!

Prämie für Absolventen einer Meister- bzw. Befähigungsprüfung muss auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden; Freiheitliche bringen Initiativen im Landtag und Grazer Gemeinderat ein.

Im Jahr 2019 wurde die sogenannte „Meisterprämie“ ins Leben gerufen. Das Land Steiermark stellte allen Absolventen einer Meister- oder Befähigungsprüfung eine Prämie in der Höhe von 1.000 Euro zur Verfügung. Bei Personen mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt übernahm die Stadt Graz die Hälfte der Prämie. Damit wurde ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die Absolvierung einer Fachausbildung gesetzt. Ursprünglich war die Auszahlung nur für das Jahr 2020 vorgesehen, wurde aber im Jahr 2021 verlängert. Für 2022 ist die Meisterprämie offenbar nicht mehr vorgesehen. Aus freiheitlicher Sicht sollte die Wertschätzung gegenüber den Absolventen der Meisterprüfung jedoch nicht nach zwei Jahren enden, sondern auch in den kommenden Jahren gelebt werden. „Jedes Jahr absolvieren tausende Steirer die Meister- bzw. Befähigungsprüfung und leisten mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag für den Wirtschaftsstandort. Sie sind wichtige Fachkräfte und wirtschaftliche Leistungsträger, denen besondere Wertschätzung gebührt. Die 1.000 Euro-Prämie stellte – gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel in vielen Branchen – eine geeignete Maßnahme dar, um den fleißigen Steirern zu danken, die den Weg der Fachausbildung eingeschlagen haben und die Jugend auch in Zukunft zu einer solchen Ausbildung zu motivieren. Wir Freiheitliche treten seit jeher für die Stärkung der Lehrausbildung ein und begrüßten die Einführung der Meisterprämie. Dass diese scheinbar nicht mehr verlängert werden soll, ist gerade in Zeiten wie diesen als Armutszeugnis der schwarz-roten Landesregierung zu werten. Wir werden im nächsten Ausschuss einen Antrag einbringen, mit dem wir insbesondere ÖVP-Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl auffordern, eine Finanzierung der Prämienfortzahlung für die nächsten Jahre sicherzustellen, um die steirischen Fachkräfte auch in Zukunft entsprechend zu unterstützen“, so FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek.

Die bisher ausgebliebene Verlängerung der Prämie dürfte wohl auch darauf zurückzuführen sein, dass sich die politischen Verhältnisse seit der Grazer Gemeinderatswahl geändert haben und notwendige Budgetmittel noch nicht freigemacht wurden. Auch FPÖ-Stadträtin Claudia Schönbacher drängt auf die Prämienfortzahlung. „Der zuletzt wahrnehmbare positive Trend in der Lehrausbildung muss auch in Zukunft gewahrt bleiben. Die vom Land Steiermark in Zusammenarbeit mit der Stadt Graz ins Leben gerufene Meisterprämie war definitiv ein klares Bekenntnis zur Fachausbildung und ein wichtiges Zeichen für die Gleichstellung von beruflicher und schulischer Ausbildung. Eine Meisterprüfung ist immer mit finanziellen Aufwänden verbunden, darum ist es wichtig, die Absolventen auch entsprechend zu unterstützen. Immerhin handelt es sich bei Absolventen einer Meister- bzw. Befähigungsprüfung um wichtige Fachkräfte und wirtschaftliche Leistungsträger, die wir gerade in Zeiten wie diesen dringend benötigen“, so die freiheitliche Stadtparteiobfrau, die eine dahingehende Initiative der FPÖ Graz ankündigt.

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