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23. Juli 2018

FPÖ-Kügerl/Meißl: „Pflegeskandal bedarf auch politischer Aufklärung!“

Angesichts der jüngst bekanntgewordenen Vorfälle am LKH Graz Süd-West, Standort Süd bringen Freiheitliche umfassende Anfrage an Landesrat Drexler ein.

Im Juli dieses Jahres sind am LKH Graz Süd-West, Standort Süd massive Missstände an die Öffentlichkeit gelangt. So ist es offensichtlich über Monate hinweg zu Übergriffen von Pflegekräften auf Patienten gekommen. Es stellt sich die Frage, inwiefern die KAGes-Führung sowie die politischen Verantwortungsträger diesen Vorkommnissen durch entsprechende Maßnahmen hätte vorbeugen können. Schließlich gab es bereits seit geraumer Zeit Kritik an den Zuständen an der ehemaligen Sigmund-Freud-Klinik, wie eine Presseaussendung der Volksanwaltschaft vom 14. Juli 2018 bestätigt. „Neben der Aufklärung der bekanntgewordenen Vorfälle gilt es auch die politische Dimension dieses Skandals zu beleuchten. Immerhin wurden Warnungen der Volksanwaltschaft nachweislich nicht ernstgenommen oder sogar mit fragwürdiger Gegenkritik seitens der KAGes-Führung abgetan. Als zuständiges Regierungsmitglied muss Gesundheitslandesrat Christopher Drexler dem Landtag nun Rede und Antwort stehen. Zudem sollte er eine kritische Evaluierung sämtlicher Kontrollmechanismen innerhalb der KAGes veranlassen“, so FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Arnd Meißl.

Die am LKH Graz Süd-West, Standort Süd erfolgten Übergriffe haben die schon lange schwelende Diskussion rund um den Pflegekräftemangel neu entfacht. So wird es notwendig sein, den Pflegeberuf durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen attraktiver zu gestalten. Die im vergangenen Jahr veranlassten Gehaltserhöhungen können nur der erste Schritt gewesen sein. „Der Personalnotstand im Pflegebereich zeichnet sich seit Jahren ab. Hier wird es nachhaltige Maßnahmen brauchen, um ausreichend geeignetes Personal für diesen immer wichtiger werdenden sozialen Berufszweig gewinnen zu können“, so FPÖ-Pflegesprecherin Helga Kügerl abschließend.


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