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04. Februar 2019

FPÖ-Kurzmann/Sippel: Heimatkunde als Unterrichtsfach wiedereinführen!

Freiheitliche bringen Antrag im Landtag ein, um Werteverfall und fehlenden Bezug zur österreichischen Heimat, insbesondere unter Zuwanderern, entgegenzutreten.

Gerhard Kurzmann und Armin Sippel mit Antrag | ©FPÖ Steiermark/Krenn

Seit der Asylkrise und den Migrantenströmen gab es eine Reihe massiver Umwälzungen und Verwerfungen in unserer Gesellschaft und auch an heimischen Schulen. In der Steiermark müssen aktuell rund 9.000 Schüler, die zu einem guten Teil aus Familien von Asylwerbern oder anerkannten Asylanten kommen, erst an die Unterrichtssprache Deutsch herangeführt werden. Der Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in öffentlichen Volksschulen hat im vergangenen Schuljahr 2017/18 einen neuerlichen Rekordwert erreicht. Auch die Anzahl muslimischer Kinder in steirischen Pflichtschulen ist seit Jahren im Steigen begriffen. „Angesichts gravierender gesellschaftlicher Umwälzungen durch eine undifferenzierte Massenzuwanderung und der massiven Zunahme von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache und islamischem Glaubensbekenntnis ist das Unterrichtsfach ‚Heimatkunde‘ für die Schulen der Landeshauptstadt geradezu prädestiniert. Wir zählen auf die Unterstützung von ÖVP-Bildungsstadtrat Hohensinner, um diese Forderung auf Bundesebene auch durchsetzen zu können“, erhofft sich der Grazer FPÖ-Klubobmann Armin Sippel ein gemeinsames Vorgehen bei ÖVP-Bundesminister Faßmann.

Durch den hohen Ausländeranteil bzw. die steigende Anzahl vor allem muslimischer Kinder in den steirischen Pflichtschulen und Kindergärten findet eine schrittweise Unterwanderung unseres Wertesystems statt. Aufgrund zunehmender Konflikte, der vielerorts offen zu Tage tretenden Ablehnung unserer Wertehaltungen und der Bildung von Parallelgesellschaften gilt es rasch zu handeln. Der Inhalt eines Heimatkundeunterrichts könnte in Zeiten von Globalisierung und vielseitigen, teils gefährlichen Einflüssen – man denke an Radikalimame, die in Moscheen junge Menschen indoktrinieren, an den „Kulturkampf im Klassenzimmer“ sowie die Wertestudie des renommierten Islamforschers Ednan Aslan unter muslimischen Flüchtlingen – ein Wertefundament für sonst so leicht beeinflussbare Kinder und Jugendliche bilden.

Leider gibt es seit Jahrzehnten keinen Heimatkundeunterricht mehr, in aktuellen Lehrplänen der Volksschule zum Sachkundeunterricht kommt das Wort „Heimat“ lediglich wenige Male vor, wobei kein Bezug zum eigentlichen Heimatbegriff besteht. Ein Auszug aus einer Lehrplan-Verordnung von 1963 zeigt eindrucksvoll das breite inhaltliche Spektrum, das ein Heimatkundeunterricht abdeckte:

„Sozialkundlich weitet sich der Blick von der Familie, Verwandtschaft und Nachbarschaft wie auch von der Klassen- und Schulgemeinschaft zu den mannigfachen Verflechtungen zwischen den Menschen in Gemeinde, Bezirk und Land, wie sie das wirtschaftliche Leben, das Streben nach gegenseitiger Hilfe und die Sorge für die staatliche Ordnung mit sich bringen. Einblicke in das geistige und religiöse Leben der Heimat gelten vor allem den volkstümlichen und kindertümlichen Kulturbereichen. Der geschichtliche Aspekt macht den Schülern bewußt, daß alles Bestehende ein Gewordenes ist. Neben Veränderungen, deren Zeugen die Schüler selbst sind, dienen dazu unter anderem die Erinnerungen der lebenden Generationen, Denkmäler und Bilder, Bräuche und Sagen aus älterer Zeit, aber auch einzelne technische Entwicklungsreihen. Erzählungen über bedeutende Personen und Ereignisse aus der Geschichte der Heimat lassen die Schüler menschliche Größe und Schicksale erahnen.“

„Die Selbstdefinition über die identitätsstiftende Heimat ist eines der wesentlichsten Elemente für den Zusammenhalt und das Funktionieren unserer Gesellschaft. Mit der Forderung setzen wir bewusst auf altbewährte Konzepte. Uns geht es darum, natürlich gewachsene Werte und Traditionen – sowohl im Bildungswesen als auch im gesellschaftlichen Miteinander – wieder stärker zu verankern, um dadurch den heimischen Wertekanon zu festigen“, so FPÖ-Kultursprecher Gerhard Kurzmann abschließend.


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