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08. Mai 2018

FPÖ-Staller: „Zukunft der Sonderschulen muss geklärt werden!“

Freiheitliche bringen Dringliche Anfrage zur ungewissen Zukunft der Sonderpädagogik in der Steiermark ein. SPÖ-Bildungslandesrätin Lackner muss Rede und Antwort stehen.

Die ehemalige rot-schwarze Bundesregierung plante im Zuge ihrer vielfach kritisierten Bildungsreform Sonderschulen bis zum Jahr 2020 zu einem Auslaufmodell werden zu lassen. Dieses Konzept wurde auch von der Steiermärkischen Landesregierung unterstützt. Nach wie vor wird an der Umsetzung einer „Inklusiven Modellregion“ gearbeitet, deren Ziel es ist, Sondereinrichtungen auslaufen zu lassen. Dies steht jedoch konträr zum Vorhaben der türkis-blauen Bundesregierung, das Sonderschulwesen zu stärken. Diese Diskrepanz nehmen die Freiheitlichen in der heutigen Landtagssitzung zum Anlass, die zuständige Bildungslandesrätin Ursula Lackner mit einer Dringlichen Anfrage zu konfrontieren. „Die abgewählte rot-schwarze Bundesregierung hat die Ausdünnung der Sonderschulstandorte losgetreten. Auch in der Steiermark mehren sich die Bedenken, dass die qualitätsvolle und individuelle Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf in Sondereinrichtungen bald der Vergangenheit angehören wird. Die Sonderpädagogik in der Steiermark darf nicht weiter ausgedünnt werden, vielmehr muss die Stärkung des Sonderschulwesens im Vordergrund stehen!“, so FPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Hedwig Staller.

Im Zuge der rot-schwarzen Bildungsreform im Jahr 2017 wurde die Abschaffung der Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik beschlossen, die an Sonderschulstandorten eingegliedert sind und wichtige Leistungen für die sonderpädagogische Betreuung erbringen. Obwohl die rote Bildungslandesrätin nach der letzten Schulschließungswelle versicherte, keine weiteren Einrichtungen mehr zu schließen, wurden vergangenes Jahr sechs Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik aufgelassen. „Dies spricht für uns Freiheitliche eine klare Sprache und verdeutlicht die Schließungs- und Zusammenlegungswut der steirischen Unvernunftskoalition. Als nächstes geht es jetzt also den ‚ungeliebten‘ Sonderschulen an den Kragen, gut funktionierenden Einrichtungen, die nach den Plänen der schwarz-roten Landesregierung bis 2020 sukzessive abgeschafft werden sollen“, ärgert sich Staller. 

Vorlage eines konkreten Konzeptes zur Neuorganisation der Sonderpädagogik

Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind zurecht verunsichert. Sie bangen um die qualitätsvolle Betreuung ihrer Kinder in Sonderschulen und befürchten Verschlechterungen. „Bis dato konnte kein klares Konzept zu den Plänen der Landesregierung im Bereich der Sonderpädagogik vorgelegt werden. Die rote Bildungslandesrätin ist der Bevölkerung konkrete Antworten schuldig. Insbesondere Eltern, deren Kinder eine Sonderschule besuchen, müssen genauestens über die weitere Vorgehensweise aufgeklärt werden, sind doch die Kinder die Leidtragenden dieser schwarz-roten Verschwiegenheitspolitik“, kritisiert die Freiheitliche.

Sonderschulen aufrechterhalten

Kinder, die dem Regelunterricht folgen können und für die eine inklusive Schule in Frage kommt, sollen natürlich die Möglichkeit haben, eine solche auch zu besuchen. Jedoch sind leider nicht alle Kinder mit besonderem Förderbedarf in der Lage, eine Regelschule zu besuchen. „Viele Kinder mit mehrfachen oder schweren Behinderungen haben einen so hohen Pflegeaufwand, sodass diese mehr gepflegt als beschult werden müssen. Genau für diese Kinder muss der Besuch einer Sonderschule weiterhin möglich sein. Ziel muss es sein, Sonderschulen – entgegen dem bisherigen fehlgeleiteten Weg der schwarz-roten Landesregierung – zu erhalten und bestmöglich zu stärken!“, so Staller abschließend.


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