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21. März 2019

FPÖ-Staller/Samt: „Familieninterne Kinderbetreuung muss gefördert werden!“

Freiheitliche fordern stärkere Wertschätzung der Familienarbeit – „Gössendorfer Modell“ als Vorbild.

Während zunehmend Maßnahmen gesetzt werden, um das externe Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren auszubauen, werden Eltern, die sich selbst der Kindererziehung widmen, benachteiligt. Im Gegensatz zur familieninternen Kindererziehung erhalten Mütter und Väter, deren Nachwuchs regelmäßig eine Betreuungseinrichtung besucht, monatlich eine entsprechende Unterstützungsleistung der öffentlichen Hand. Hingegen bekommen Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst zuhause betreuen, keine zusätzlichen Fördermittel. Genau hier setzt das nach der Marktgemeinde in Graz-Umgebung benannte „Gössendorfer Modell“ an. „Eltern, die sich vollends der Kindererziehung widmen, müssen Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung erfahren“, fordert FPÖ-Familiensprecherin LAbg. Hedwig Staller. Aus diesem Grund soll ein Familienförderungsmodell am Vorbild des „Gössendorfer Modells“ etabliert werden, das Eltern ermöglicht, sich gerade in den ersten Lebensjahren ihres Kindes eigenverantwortlich und ohne finanzielle Sorgen um die Erziehung zu kümmern. „Es kann nicht sein, dass nur jene Leistung, die in institutionellen Betreuungseinrichtungen erbracht wird, einen Wert hat!“, so die Freiheitliche.

„Gössendorfer Modell“ als Vorbild für die Steiermark

Zweifelsohne ist der Ausbau des externen Betreuungsangebotes wichtig und bildet eine entscheidende Wahlmöglichkeit für Eltern, die diese Form von Kinderbetreuung in Anspruch nehmen wollen. Allerdings sollte insbesondere die familieninterne Erziehung entsprechend gewürdigt und finanziell gefördert werden. Zu diesem Zweck soll das monatliche Kindergeld für Mütter und Väter, die ihren Nachwuchs zumindest zwei Jahre eigenständig betreuen, auf die Höhe der Bedarfsorientierten Mindestsicherung von rund 885 Euro aufgestockt werden. Im Idealfall wird der Differenzbetrag von Bund, Land und Gemeinde zu gleichen Teilen getragen. „Die Gemeinde Gössendorf hat sich das positive Beispiel der Salzburger Gemeinde Berndorf als Vorbild genommen und sich sogar dazu entschlossen, den gesamten Differenzbetrag zu übernehmen. Immerhin ist der Finanzaufwand dafür wesentlich kleiner, als die Kosten für die Förderung und den Ausbau von institutionellen Betreuungsplätzen“, erklärt der Vizebürgermeister der Gemeinde Gössendorf und FPÖ-Bundesrat Peter Samt.

Antrag auf Landesebene für stärkere Wertschätzung der Familienarbeit

Die Freiheitliche wollen das Vorzeigebeispiel der Gemeinde Gössendorf auf die gesamte Steiermark ausweiten und werden im nächsten Bildungsausschuss einen diesbezüglichen Antrag einbringen. „Damit wird auch der familiären Kindererziehung gebührende Wertschätzung entgegengebracht und Eltern eine echte Wahlmöglichkeit bei der Kinderbetreuung geboten“, so Staller abschließend.


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