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06. Februar 2019

FPÖ-Triller: „Weitere Ausdünnung der Gesundheitsversorgung in der Obersteiermark ist nicht hinnehmbar!“

Freiheitliche üben Kritik an bevorstehender Absiedelung der Leobner Thorax- und Unfall-Chirurgie und bringen Dringliche Anfrage an Landesrat Drexler ein.

Die schwarz-rote Landesregierung hat sich in der aktuellen Legislaturperiode offensichtlich die völlige Ausdünnung der steirischen Spitalslandschaft zum Ziel gesetzt. Neben der Schließung des Spitals in Eisenerz, der noch bevorstehenden Auflassung der Krankenanstalt in Hörgas oder der Zusammenlegung der drei Krankenhausstandorte in Rottenmann, Bad Aussee und Schladming zum Leitspital Liezen steht dieses Jahr auch am Leobner Spital eine weitreichende Beschneidung der Leistungsversorgung am Programm: Die Unfallchirurgie soll ab 1. April nur noch am Standort Bruck angesiedelt sein und in Leoben lediglich eine Primärversorgung verbleiben. Damit nicht genug soll auch die gesamte Thorax-Chirurgie nach Graz verlagert werden. „Die Verlegung der Thorax-Chirurgie weckt nicht nur bei vielen Bürgern Unverständnis, sondern stößt auch bei der örtlichen Ärzteschaft auf Kritik. Die erneute medizinische Ausdünnung der Obersteiermark ist absolut nicht nachzuvollziehen. Immerhin haben wir in den vergangenen Jahren bereits die Chirurgie Mürzzuschlag, die beiden Krankenhäuser in Mariazell und Eisenerz sowie die Geburtenstation in Bruck an der Mur verloren. Die geplante Absiedelung der Thorax-Chirurgie ist ein weiterer Schlag ins Gesicht für die regionale Bevölkerung im obersteirischen Raum“, so der Leobner FPÖ-Bezirksparteiobmann Marco Triller.

Aus diesem Grund wird von der FPÖ in der nächsten Landtagssitzung am 12. Februar eine Dringliche Anfrage an Gesundheitslandesrat Christopher Drexler eingebracht. Den Freiheitlichen geht es vor allem darum, die Auswirkungen auf die Versorgungsstruktur in der Obersteiermark zu thematisieren. Die Behauptung der Verantwortlichen, dass der Bund die Verlegung der Thorax-Chirurgie von Leoben nach Graz vorgebe, stößt bei den Freiheitlichen auf besonderes Unverständnis. Der „Österreichische Strukturplan Gesundheit“ schreibt lediglich vor, dass ein Thorax-Referenzzentrum mindestens 500.000 Einwohner abdecken und von 90 Prozent der erfassten Menschen binnen 90 Minuten erreichbar sein muss. Wie viele Zentren es geben soll, legt der Bund allerdings nicht fest. „Die schwarz-rote Landesregierung hat also durchaus die Möglichkeit, das Thorax-Kompetenzzentrum in Leoben zu erhalten. Zumindest ein Teil der Thorax-Chirurgie könnte bei entsprechendem politischen Willen am LKH Hochsteiermark in Leoben verbleiben“, so Triller. „Leider ist es immer wieder die gleiche Leier: Zuerst erschwert man den Verantwortlichen vor Ort die Arbeit indem etwa OP-Zahlen limitiert werden und Personal nicht zur Verfügung gestellt wird, um dann die Schließung einer Abteilung oder gar eines ganzen Hauses mit fehlenden Fallzahlen zu rechtfertigen. Diese Vorgehensweise ist für uns Freiheitliche völlig inakzeptabel! Die selbsternannte Zukunftspartnerschaft wäre besser beraten, die steirische Gesundheitsversorgung zu stärken, anstatt diese immer weiter aufzuweichen“, so der Abgeordnete abschließend.


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