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13. Dezember 2018

FPÖ-Zanger: Das Nikolaus-Monopol

Gelebter Brauchtum, an dem die ganze Bevölkerung teilhaben kann und soll, oder ortsabhängige Monopolstellung? Darf eine Marketingagentur einer Stadt ein Exklusivrecht auf einen Nikolo reklamieren? Oder vielmehr: Darf es nur einen Nikolaus geben? Zugegeben: Der Plural „Nikoläuse“ liest sich etwas komisch und lässt auf kleines, unliebsames Ungeziefer schließen. Und hätten einige Mitarbeiter des Judenburger Stadtmarketings am Hauptplatzes jüngst wohl wirklich gern Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt… Denn sie trauten ihren Augen nicht, tauchten da zwei Menschen im Nikolauskostüm auf. Ein „wasch“echter Skandal für das Stadtmarketing rund um Markus Wascher.

Aber wer darf wirklich ein Monopol auf den Nikolo haben? Wird auch das Christkind monopolisiert und darf der Osterhase künftig nur noch an einem Ort hoppeln? Während die FPÖ als soziale Heimatpartei seit vielen Jahren Traditionen und Brauchtum pflegen und sich derartige Tage zum Anlass nimmt, um kleine Geschenke an die Bevölkerung zu verteilen, sehen Mitarbeiter der Stadt-Marketingagentur gleich bösartig motivierte Wahlkampfwerbung im rotem Umhang.

Doch Entwarnung, kein „Nikolo im Schafspelz“ zu sehen: Es gab weder einen blau gekleideten Nikolo, noch einen mit Parteilogo abgestempelten Krampus. Kinder freuten sich über kleine Sackerl mit Leckereien und sogar der Krampus durfte einige junge Besucher auf seinem Schoß begrüßen. Und wenn man sonst nichts zum Meckern findet: Macht man einfach mal eine Aktion schlecht, die durch puren Zufall zur selben Uhrzeit am selben Ort stattfindet – und der eigenen inhaltlich zu gut 100 Prozent ähnelt.

Der Hauptplatz ist wie andere Plätze ein öffentlicher Ort, unser Heimatland Österreich eine demokratische Republik mit Personenfreizügigkeit für jeden einzelnen, der Nikolo und der Krampus über Jahrhunderte gewachsene Tradition: Da wird sich das Judenburger Stadtmarketing wohl auch damit abfinden müssen, dass es hinsichtlich all dieser Dinge auch in Zukunft keine Monopolstellung für sich wird beanspruchen können.


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