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12. September 2018

Kulturforum Steiermark: Prof. Dr. Karl Kubinzky referierte über Grazer Straßennamen

Rund 170 Gäste folgten der Einladung Dr. Gerhard Kurzmanns zu einem durchaus kontroversiellen Thema im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik.

Pressefoto (©Kulturforum Steiermark/Brandhof Studios) v.l.n.r.: Dr. Gerhard Kurzmann, Prof. Dr. Karl Kubinzky

Unter den vielen Gästen im Wartingersaal befanden sich unter anderem der Grazer Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio und die Landtagsabgeordneten Hedwig Staller, Christian Cramer und Günter Wagner. Auch zahlreiche Vertreter der Grazer Stadtpolitik, wie die beiden Klubobmänner Karl Dreisiebner (Grüne) und Armin Sippel (FPÖ) sowie Klubobmann a.D. GR Peter Piffl-Percevic (ÖVP), fanden den Weg ins Steirische Landesarchiv.

Prof. Kubinzky, Mitglied der Kommission zu den Grazer Straßennamen, hielt fest, dass das Thema „Straßennamen“ wieder aktueller, aber auch diskutierbarer wurde. Historiker liefern die für derartige Diskussionen notwendigen Fakten und hätten in diesem Fall ihren Auftrag mit der Vorlage des Berichts zu belasteten und unbelasteten Namen erledigt. Aufgabe der Kommunalpolitik sei es laut Kubinzky nun, die unterschiedlichen Interpretationen zu beurteilen und zu einer allfälligen Lösung zu kommen.

Gerhard Kurzmann zeigte sich erfreut, einen so profunden Kenner der Grazer Geschichte als Vortragenden für eine Veranstaltung des Kulturforums Steiermark gewonnen zu haben. „Das Thema der Straßenumbenennungen wird regelmäßig auf die politische Tagesordnung gehoben. Wir stehen Umbenennungen skeptisch gegenüber, da Geschichte nicht von einem moralisierenden Blickwinkel aus betrieben werden sollte“, fasst Kurzmann seinen eigenen Standpunkt zusammen.

Die Vertreter der Grazer Rathausparteien versprachen, die Erkenntnisse der Historikerkommission sehr ernst zu nehmen und den Bericht dementsprechend aufzuarbeiten.

„Mit dem Kulturforum Steiermark bieten wir kunst- und kulturaffinen sowie historisch interessierten Personen eine unabhängige Plattform, sich untereinander auszutauschen. Ein besonderes Anliegen ist es uns, Persönlichkeiten aller politischen Richtungen zu Wort kommen zu lassen, um der gesamten gesellschaftlichen Meinungsvielfalt in einem anspruchsvollen Diskussionsprozess Platz zu geben“, so Kurzmann abschließend.


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