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07. Juni 2019

FPÖ-Hermann: „Härteres Durchgreifen bei Gewalt und Mobbing in Schulen“

Freiheitliche fordern die Einführung von Erziehungscamps für gewalttätige Schüler und Geldstrafen für Eltern.

In jüngster Vergangenheit häuften sich Fälle von Mobbing, handgreiflichen Konflikten und Gewalttaten in heimischen Schulen. Immer öfter kommt es zu Streitigkeiten sowohl zwischen Schülern untereinander als auch zwischen Schülern und Pädagogen. Anfang Mai hat insbesondere ein Vorfall an einer Wiener HTL für großes Aufsehen und Empörung gesorgt: Ein Pädagoge soll monatelang von seinen Schülern schikaniert worden sein. Videoaufnahmen belegen, wie der Lehrer von Schülern unter einem Tisch kauernd mit Papierkugeln beworfen, mit einer Trillerpfeife traktiert oder von mehreren Schülern eingekesselt wird. Der Konflikt artete derart aus, dass der Pädagoge einen Jugendlichen bespuckte und daraufhin von diesem gegen die Tafel gestoßen wird. Auch in der Steiermark wurden Übergriffe zwischen Schülern und Lehrern bekannt. „Was Lehrer in heimischen Klassen teilweise mitmachen, ist schlichtweg schockierend. Die FPÖ fordert daher die Einführung von Erziehungscamps für stark auffällige und gewaltbereite Jugendliche. Unverbesserliche Störenfriede sollen aus ihren Klassenverbänden herausgenommen und intensiv von Sozialarbeitern oder Psychologen betreut werden können. Zudem sollen Eltern, deren Kinder in der Schule regelmäßig gewalttätig werden, mit Strafen von bis zu 660 Euro zur Kasse gebeten werden“, so der geschäftsführende Klubobmann LAbg. Stefan Hermann.

Die Freiheitlichen bringen im nächsten Ausschuss einen entsprechenden Antrag ein, der auf härtere Maßnahmen bei Gewalt und Mobbing in Schulen zielt. Die Zahl angezeigter Gewalttaten in steirischen Bildungseinrichtungen erreichte im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 210 Anzeigen. Im Vergleich zum Jahr 2014 (26 Anzeigen) haben sich diese um das Achtfache (!) erhöht. „Angesichts des zunehmenden Gewaltpotenzials in steirischen Schulen ist es höchst an der Zeit, dieser Problematik mit effektiven Maßnahmen entgegenzuwirken. Es muss Sanktionsmöglichkeiten geben, bevor es zur Eskalation kommt. Dafür brauchen Pädagogen auch den notwendigen Rückhalt, um entsprechende Sanktionen setzen zu dürfen, ohne gleich dafür verteufelt zu werden. Eines ist angesichts der Negativentwicklungen klar: Die über Jahre von der links dominierten Bildungspolitik vorgegebene Weichspül-Pädagogik greift in vielen Schulen nicht!“, begründet Hermann den FPÖ-Antrag. Die Freiheitlichen betonen, dass vor allem viele aus Migrantenfamilien stammende Schüler ein massives Autoritätsproblem mit Lehrkräften haben. „Den betroffenen Kindern und Eltern muss klargemacht werden, dass Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Lehrern in Österreich nicht toleriert werden. Mit Erziehungscamps und empfindlichen Strafen für Eltern von gewalttätigen Problemschülern sollen brutale Übergriffe in Bildungseinrichtungen ein Ende haben“, schließt der Freiheitliche.


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