Cargo Terminal Graz: Rekordnachfrage bestätigt Bedeutung des Standorts
Laufende Optimierungen sichern Betrieb – langfristiger Ausbau der Infrastruktur notwendig
Der Cargo Terminal Graz (CTG) entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Logistikdrehscheiben Österreichs. Die stark steigenden Güterströme über die südlichen Transportkorridore und Adriahäfen führen zu einer deutlich höheren Nachfrage als ursprünglich prognostiziert. Die im Jahr 2024 in Betrieb genommene Erweiterung des Terminals trägt bereits wesentlich dazu bei, mehr Güter auf die Schiene zu verlagern. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, dass die Nachfrage die bisherigen Erwartungen deutlich übertrifft.
Insbesondere seit dem letzten Quartal des Vorjahres verzeichnet der kombinierte Verkehr – also die Verknüpfung von Schiene und Straße – ein außergewöhnlich starkes Wachstum. Das Transportvolumen erreicht bereits heute Größenordnungen, die ursprünglich erst in einigen Jahren erwartet wurden. Dadurch kommt es zeitweise zu Kapazitätsengpässen und Rückstaus im Bereich der Straßenanlieferungen.
Ein wesentlicher Grund dafür liegt in kurzfristigen Spitzenbelastungen durch Containertransporte aus den Seehäfen. An einzelnen Tagen treffen große Mengen an Containern gleichzeitig am Terminal ein. Diese zusätzlichen Straßenanlieferungen erreichen teilweise ein Volumen, das bis zu vier Ganzzügen pro Tag entspricht. Um den laufenden Betrieb und die pünktliche Abfertigung der Züge sicherzustellen, sind daher zeitweise steuernde Maßnahmen bei der Lkw-Annahme erforderlich.
„Die aktuelle Entwicklung zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung der Cargo Terminal Graz mittlerweile für die österreichische und europäische Logistik hat. Dass die Nachfrage die ursprünglichen Prognosen deutlich übertrifft, bestätigt den eingeschlagenen Weg, mehr Güter auf die Schiene zu verlagern und den kombinierten Verkehr konsequent auszubauen“, betont Verkehrslandesrätin Claudia Holzer.
Um die bestehenden Kapazitäten bestmöglich zu nutzen, arbeiten die Steiermärkischen Landesbahnen gemeinsam mit den Standortpartnern bereits an umfangreichen Verbesserungsmaßnahmen. Dazu zählen die Digitalisierung der Anliefer- und Abholprozesse, die Einführung eines digitalen Check-in-Systems für Lkw, optimierte Kommunikationsschnittstellen mit Kunden und Partnern sowie eine verbesserte Steuerung der Containerbewegungen und Anlieferungen.
„Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir mit Hochdruck daran, Prozesse weiter zu optimieren und die Leistungsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu sichern. Unser Ziel ist klar: Die steigende Nachfrage nach modernen und leistungsfähigen Schienenlogistiklösungen soll auch künftig bestmöglich bewältigt werden können“, so Holzer.
Gleichzeitig zeigt die Entwicklung deutlich, dass zusätzliche Infrastrukturkapazitäten langfristig erforderlich sein werden. Neben weiteren Ausbauschritten am Terminal selbst werden auch Investitionen in die übergeordnete Schieneninfrastruktur notwendig sein, um dem anhaltenden Wachstum im Güterverkehr gerecht zu werden.
„Der Cargo Terminal Graz ist ein Vorzeigeprojekt für die Verlagerung von Transporten auf die Schiene. Gerade die aktuellen Rekordzahlen verdeutlichen, dass leistungsfähige Infrastruktur eine entscheidende Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Versorgungssicherheit und eine moderne Logistik ist. Deshalb werden wir die Weiterentwicklung des Standorts konsequent unterstützen“, erklärt Holzer abschließend.
Die Standortpartner Cargo-Center-Graz (CCG), Güterterminal Werndorf Projekt GmbH (GWP) und Steiermärkische Landesbahnen (StB) arbeiten bereits intensiv an der weiteren Entwicklung des Cargo Terminal Graz, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sicherzustellen und zusätzliche Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen.