EU redet über Rohstoff-Souveränität – die USA handeln
Europäischer Rechnungshof bestätigt Untätigkeit der Union bei kritischen Rohstoffen
Der freiheitliche EU-Abgeordnete Georg Mayer sieht sich durch den jüngsten Bericht des Europäischen Rechnungshofs in seiner Kritik an der Rohstoffpolitik der Union bestätigt. Die Prüfer kommen zu einem ernüchternden Befund: Trotz zahlreicher Partnerschaften und Strategiepapiere hat die EU kaum Fortschritte bei der Sicherung kritischer Rohstoffe erzielt.
„Bereits in meiner Presseaussendung vom September 2025 habe ich am Beispiel Germanium aufgezeigt, wie fahrlässig die EU-Kommission strategische Abhängigkeiten ignoriert. Jetzt liegt es schwarz auf weiß vor: Die Union hat geredet, verhandelt und angekündigt – geliefert hat sie nichts“, so Mayer.
Laut Rechnungshof sind die Importe aus neuen Partnerländern bei rund der Hälfte der untersuchten Rohstoffe zwischen 2020 und 2024 sogar zurückgegangen. Gleichzeitig würden Recyclingpotenziale nicht genutzt, Verarbeitungsanlagen wegen der selbstverschuldeten hohen Energiepreise geschlossen und Partnerschaften mit politisch unzuverlässigen Staaten abgeschlossen.
Besonders brisant ist der internationale Vergleich: „Während die Vereinigte Staaten aktuell zwölf Milliarden US-Dollar in die Hand nehmen, um sich gezielt kritische Rohstoffe und seltene Erden zu sichern, verliert sich die EU in unverbindlichen Zielvorgaben, und sinnlosen Aktionsplänen“, kritisiert Mayer.
Der freiheitliche Abgeordnete erinnert daran, dass die USA längst auf strategische Reserven, nationale Förderprojekte und klare industriepolitische Prioritäten setzen. „In Europa hingegen wird seit Jahren über ‚strategische Autonomie‘ gesprochen, während man weder eigene Förderung vorantreibt noch verlässliche Lieferketten absichert.“
Besonders scharf kritisiert Mayer die Haltung der EU-Kommission, die die Vorwürfe zurückweist und auf punktuelle Importsteigerungen – etwa aus Kanada – verweist: „Ein paar positive Zahlen ändern nichts am Gesamtbild. Der Rechnungshof spricht von vagen Zielen, fehlenden Prioritäten und einem Mangel an wirksamen Instrumenten. Genau das erleben Industrie, Energiebranche und High-Tech-Sektor tagtäglich.“
Für Mayer ist der Fall eindeutig: „Die EU-Kommission hat aus den Warnungen der vergangenen Jahre nichts gelernt. Statt rechtzeitig zu handeln, reagiert sie verspätet, bürokratisch und ideologisch. Wer Versorgungssicherheit ernst meint, braucht klare Prioritäten, eigene Förderung, strategische Reserven – und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Die USA zeigen, wie das geht. Die EU zeigt, wie man es nicht macht.“