Landesrätin Schmiedtbauer betreibt beim neuen Prädatorenmanagement offenbar Selbstanklage!
Starkes freiheitliches Abschneiden bei der Landwirtschaftskammerwahl versetzt ÖVP in den Panikmodus; eigene Untätigkeit in Pressekonferenzen kaschiert.
„Wenn Bauernbundchefin Simone Schmiedtbauer erklärt, die Reform des Prädatorenmanagements müsse deutlich an Tempo gewinnen (Quelle: Fischerschöpfungstag: Schmiedtbauer fordert mehr heimische Fischproduktion und praxistaugliche Rahmenbedingungen - Steirischer Bauernbund), ist das eine himmelschreiende Selbstanklage. Denn sie ist gleichzeitig jene Landesrätin, die bei diesem Thema selbst am Verhandlungstisch sitzt. Und nach allem, was man hört, liegt die Verantwortung für das von ihr kolportierte ‚Schneckentempo‘ ganz sicher nicht außerhalb ihres Ressorts“, zeigt sich der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft und Nationalratsabgeordnete Albert Royer kopfschüttelnd über die Forderungen der ÖVP-Bauernbundobfrau. Royer ergänzt: „Frei nach dem Motto ‚Ach, wäre die ÖVP doch nur in der Regierung, dann würde endlich etwas weitergehen‘, fragt man sich, ob Simone Schmiedtbauer hier mit dem Hut der Bauernbundchefin oder mit dem Hut der Landesrätin aufgetreten ist. Jedenfalls ist sie über die beiden Hüte gestolpert, denn sonst wüsste die Bauernbundchefin Simone Schmiedtbauer, dass Landesrätin Simone Schmiedtbauer hier Einfluss auf das Tempo hat!“
Der Obmann der Freiheitlichen Bauern ortet hinter dieser Wortmeldung klaren Panikmodus bei der ÖVP: „Offenbar sorgen die geringe Wahlbeteiligung von knapp nur mehr 30 Prozent und das starke freiheitliche Abschneiden bei der Landwirtschaftskammerwahl für erhebliche Nervosität in der Volkspartei. Diese schwache Wahlbeteiligung spiegelt immerhin die Enttäuschung der Landwirte an der Performance des Bauerbundes wider. Gerade bei einer so wichtigen Reform wie dem Prädatorenmanagement ist man selbst seit Monaten nicht in die Gänge gekommen. Anstatt das Wahlergebnis zur Kenntnis zu nehmen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und die Verhandlungen konstruktiv zu Ende zu führen, wird mit medialen Nebelgranaten um sich geworfen.“
„Die Freiheitliche Bauernschaft unterstützt die angestrebten Neuregelungen im Umgang mit Raubtieren jedenfalls weiterhin konstruktiv und sachlich, weil das Prädatorenmanagement für die Land- und Teichwirte in der Steiermark von zentraler Bedeutung ist. Die heutige skurrile Selbstanklage der Bauernbundchefin kann man daher nur mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen. Ich hoffe aber, dass sich die Landesrätin ihren Frust nach dem Wahlsonntag nun von der Seele gesprochen hat und die wichtige Reform des Prädatorenmanagements endlich mit der nötigen Ernsthaftigkeit fertig verhandelt und auf den Weg gebracht wird“, so Royer abschließend.