Michael Wagner:

Linker Kulturkampf mit Bettlaken als peinlicher Rohrkrepierer

Kuriose Protestaktion gegen Buchpräsentation von Gerald Grosz wird unfreiwillig zur Werbeaktion für dessen neues Buch.

Anlässlich der heutigen Buchpräsentation von Gerald Grosz im Trautmannsdorfer „Trauteum“ haben sich offenbar selbsternannte linke Aktivisten bemüßigt gefühlt, ihre ganz eigene Form der politischen Auseinandersetzung auszuleben. Vor dem Veranstaltungsort wurde ein vorhangartiges rotes Transparent mit der Aufschrift „Ab nach Hause Gerald“ angebracht. Dass das dort präsentierte Buch ausgerechnet den Titel „Ab nach Hause“ trägt, verleiht der Aktion dabei eine gewisse unfreiwillige Komik. Für den aus dem Bezirk Südoststeiermark stammenden FPÖ-Landtagsabgeordneten Michael Wagner ist die Aktion vor allem ein Zeugnis fehlgeleitetet linker Debattenkultur. „Es ist doch spannend: Gerald Grosz stellt sein Buch vor, in dem er sich mit aktuellen politischen Entwicklungen ausführlich und durchaus kritisch auseinandersetzt. Und dann besteht die intellektuelle Gegenleistung aus einem bemalten Bettlaken mit vier Wörtern ohne Interpunktion. Immerhin, das möchte ich den Aktivisten an dieser Stelle zugutehalten, machen sie mit der Aktion gleich noch kostenlose Werbung für das Buch. Wenn sich jemand derartig zuverlässig selbst karikiert, erspart das dem politischen Gegner einiges an Arbeit“, so der Freiheitliche. Besonders bemerkenswert sei die Aufforderung „Ab nach Hause“. „Ausgerechnet jene politischen Kreise, die bei einer solchen Formulierung sonst reflexartig Schnappatmung bekommen, entdecken plötzlich ihre Begeisterung für Ausreiseaufforderungen. Offenbar hängt die moralische Wertung wohl doch weniger vom Inhalt als davon ab, gegen wen sie sich richtet“, mutmaßt Wagner. „Vielleicht wäre es beim nächsten Mal einen Versuch wert, Gerald Grosz auf intellektueller Ebene zu begegnen. Das ist zwar etwas fordernder und vielleicht auch weniger artistisch als ein Bettlaken zu bemalen, würde einer ernsthaften politischen Debatte aber zweifellos besser zu Gesicht stehen“, so Wagner abschließend.

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