Gerhard Hirschmann:

Neue Aussagen verschärfen Brisanz rund um Lebenshilfe Leibnitz

Ruhendstellung der Geschäftsführung bis zur vollständigen Klärung der Vorwürfe wäre verantwortungsvoller Schritt.

Die neuerlichen Entwicklungen rund um die Lebenshilfe Leibnitz verleihen den bereits bekannten Vorwürfen aus Sicht des regionalen FPÖ-Landtagsabgeordneten Gerhard Hirschmann zusätzliche Brisanz. Insbesondere die Aussagen der stellvertretenden Obfrau Elisabeth Fuchshofer werfen neue Fragen hinsichtlich der bisherigen internen Aufarbeitung auf. „Wenn sich nun ein Mitglied des Vorstandes öffentlich von getroffenen Entscheidungen distanziert und ausdrücklich eine externe Prüfung fordert, dann kann das nicht einfach ignoriert werden. Diese Aussagen unterstreichen einmal mehr, wie notwendig eine umfassende und unabhängige Klärung der gesamten Angelegenheit ist“, erklärt Hirschmann. Positiv bewertet der Freiheitliche, dass sich mittlerweile sowohl die zuständigen Stellen des Landes als auch die Strafverfolgungsbehörden mit der Causa befassen. „Es ist gut und richtig, dass die entsprechenden Behörden die Vorwürfe nun prüfen. Damit besteht die Möglichkeit, die offenen Fragen auf objektiver Grundlage zu klären. Dabei gilt selbstverständlich weiterhin die Unschuldsvermutung und es geht ausdrücklich nicht darum, jemanden vorzuverurteilen“, hält Hirschmann fest.

Angesichts der Dimension der Vorwürfe und der jüngsten Aussagen aus dem Vorstand hält Hirschmann jedoch eine vorübergehende personelle Konsequenz für angebracht. „Um eine unabhängige Aufarbeitung zu ermöglichen und weiteren Schaden von der Lebenshilfe Leibnitz abzuwenden, wäre es aus meiner Sicht ein verantwortungsvoller Schritt, wenn die Geschäftsführerin ihre Funktion bis zur vollständigen Klärung der Vorwürfe ruhend stellen würde. Das wäre keine Vorverurteilung, sondern ein Signal, dass eine transparente Untersuchung ohne jeden Anschein einer Einflussnahme ermöglicht wird“, so Hirschmann. Im Vordergrund müssten weiterhin die Interessen der Menschen mit Behinderung, ihrer Angehörigen und der Mitarbeiter stehen. „Die Lebenshilfe Leibnitz erfüllt eine wichtige soziale Aufgabe. Gerade deshalb muss jetzt alles daran gesetzt werden, das Vertrauen in die Einrichtung wiederherzustellen. Dafür braucht es eine lückenlose externe Aufklärung, größtmögliche Transparenz und die notwendigen Konsequenzen, sobald die Fakten geklärt sind“, so Hirschmann abschließend.

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