Park-Chaos und Überlastung befürchtet – 3 Wochen vor Schulstart noch immer kein Verkehrskonzept für die Nippelgasse/Piccardigasse umgesetzt
Der Umbau des Bildungscampus Puntigam befindet sich bereits im Endspurt – doch mit den dringend geforderten baulichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung hat man noch nicht einmal begonnen.
Am 8. September startet die neue Schulsaison. Hunderte Schüler werden auch dieses Jahr wieder die Klassen der Volksschule, der Neuen Mittelschule und – seit diesem Jahr – zwei Klassen der Polytechnischen Schule in Puntigam besuchen. Der Andrang ist vor allem an jedem Schultag vor Beginn der ersten Stunde enorm. Nicht jedes Kind kommt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad; viele Schüler werden mit dem Auto zur Schule gebracht und auch wieder abgeholt. Die eigens auf dem Parkplatz des angrenzenden Supermarkts eingerichteten „Elternhaltestellen“ lösen das damit verbundene Verkehrsproblem leider nicht: Es kommt regelmäßig zu Staus zwischen der Nippelgasse und dem Kreisverkehr vor der Unterführung in der Gradnerstraße. Zudem nutzen viele Eltern nach dem Aussteigen der Kinder die Abfahrt über die angrenzende Piccardigasse, sehr zum Ärger der dortigen Anrainer, die auch mit weiteren negativen Folgen des noch nicht umgesetzten Konzeptes kämpfen müssen: Zahlreiche Wildparker, die zum Teil private Einfahrten blockieren.
Bereits im September 2023 stellte die FPÖ einen Antrag im Gemeinderat zur Findung einer geeigneten Verkehrslösung, um den Eltern ein sicheres Zufahren zu den Bildungseinrichtungen in der Nippelgasse/Gradnerstraße zu ermöglichen, ohne das Verkehrsaufkommen in den umliegenden Wohngebieten signifikant zu erhöhen. Die Antwort darauf ließ tief blicken: Man erwähnte die Installation einer Druckknopfampel und den Ausbau des Geh- und Radwegs, doch wann das betroffene Gebiet endlich verkehrsberuhigt wird, blieb unbeantwortet. Auch nach einer erneuten telefonischen Nachfrage im August 2025 konnte nicht gesagt werden, wann es zu baulichen Maßnahmen in diese Richtung kommen wird – es werde noch geprüft.
„Es ist beschämend, wie lange die dortigen Anrainer mittlerweile schon im Regen stehen gelassen werden. Diese Menschen sind nicht nur frustriert darüber, ständig vertröstet zu werden – sie verlieren auch den Glauben an die Grazer Stadtpolitik. Es entsteht der Eindruck, dass Vizebürgermeisterin Schwentner ideologisch geprägte Projekte den jahrelangen Wünschen der Bürger, ihre Lebensqualität zu steigern, vorzieht. Als Verkehrsstadträtin braucht es mehr als das Aufstellen von Sitzbänken und Blumentrögen sowie das Streichen von Parkplätzen in der Innenstadt: Es bedarf eines offenen Ohres für die Bürger – und endlich einer Perspektive“, so Dominik Hausjell, Bezirksparteiobmann der FPÖ Puntigam.