Stefan Hermann:

Reformpapier der Bundesregierung: Bildungskapitel bringt für die Steiermark Licht und Schatten

Steirischer Bildungslandesrat beurteilt Qualitätskriterien im elementarpädagogischen Bereich kritisch.

Den gestern von der Bundesregierung präsentierten Ausflüssen aus der Reformpartnerschaft im Bereich der Bildung steht der steirische Bildungslandesrat Stefan Hermann kritisch gegenüber. Während einige Teilbereiche wie etwa die Autonomierechte in der Personalsteuerung oder Vereinfachungen bei Schulclusterbildungen durchaus positiv zu bewerten sind, gibt es insbesondere zu den Vorhaben in der Elementarpädagogik Kritik. So droht für die Grüne Mark in mehreren Fällen eine Verschlechterung gegenüber der Ist-Situation, wie Landesrat Hermann ausführt: „Ich begrüße Harmonisierungsbestrebungen im Bereich der elementaren Bildung und den damit einhergehenden Rahmenbedingungen grundsätzlich. Nichtsdestotrotz muss festgehalten werden, dass das vorliegende Reformpapier für die Steiermark einen klaren Rückschritt bedeutet. So wird damit etwa die geplante weitere Absenkung der Gruppengröße in unseren Kindergärten in Frage gestellt. Ebenso kann bei den Ausbildungserfordernissen für Assistenzkräfte von keiner Verbesserung gesprochen werden. Aktuell werden in der Grünen Mark hier 470 Ausbildungsstunden verlangt, geht es nach den Ankündigungen des Bildungsministers werden es künftig nur mehr 220 sein“, so Hermann. Dieser richtet auch einen klaren Appell an die Bundesregierung: „Die vorgestellten Inhalte lassen keine Rückschlüsse darauf zu, ob weitere Maßnahmen wie etwa eine Absenkung unter die vorgegebene Kinderhöchstzahl seitens der Bundesländer vorgenommen werden können. Ebenso wenig geht daraus hervor, ob jene Länder, welche die Qualitätskriterien übererfüllen, dementsprechend mehr Mittel aus den künftigen Zuwendungen des Bundes erhalten. Wir blicken der tatsächlichen Ausgestaltung des angekündigten Bundesqualitätsrahmengesetzes gespannt entgegen und werden uns entschieden gegen Verschlechterungen für die Steiermark wehren“, so Bildungslandesrat Hermann abschließend.

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