Kunasek / Hermann:

Statt Hitzestress im Klassenzimmer: Schwimmen nach dem Notenschluss

Schwimmen statt Schwitzen: Angesichts der anhaltenden Hitze in steirischen Klassenzimmern bringen Landeshauptmann Mario Kunasek und Bildungslandesrat Stefan Hermann einen neuen Vorschlag in die Debatte um die letzten Schulwochen ein. Künftig soll der Schwimmunterricht nach dem Notenschluss geblockt im Rahmen von Projekttagen oder Schulveranstaltungen stattfinden – gezielt in den besonders heißen Tagen vor den Sommerferien.

Der Vorstoß greift die aktuelle Diskussion über Hitzebelastung an Schulen und mögliche Anpassungen des Schulkalenders auf. Während zuletzt auch eine Verschiebung der Sommerferien diskutiert wurde, setzt die Steiermark bewusst auf eine rasch umsetzbare, pädagogisch sinnvolle und praxistaugliche Lösung. Der geblockte Schwimmunterricht soll nach dem Notenschluss entweder im Rahmen von Projekttagen oder als Schulveranstaltung stattfinden. Statt in überhitzten Klassenzimmern würden Schüler die heißesten Tage vor den Sommerferien im Freibad verbringen – und den Schwimmunterricht in einer für den Sommer idealen Form absolvieren.

Für Eltern entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten, da das Angebot Teil des regulären Unterrichts bleibt. Gleichzeitig könnten die Vormittage in den Freibädern durch Schulklassen belebt werden und so auch den Bädern einen zusätzlichen Impuls verleihen. Aus Sicht des Landes bringt der Vorstoß einen doppelten Nutzen: Intensiver Schwimmunterricht unmittelbar vor den Sommerferien stärkt die Schwimmkompetenz und kann damit zur Unfallprävention beitragen. Gleichzeitig stehen Freibäder in dieser Zeit deutlich flächendeckender zur Verfügung als Hallenbäder, in denen der Unterricht bisher häufig während der Wintermonate stattfindet.

Die Bildungsdirektion wurde nun beauftragt, die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für eine Umsetzung zu prüfen. Die Ergebnisse sollen nach dem Sommer vorliegen, damit die Schulen bei positiver Bewertung frühzeitig informiert werden und die Vorbereitungen starten können.

 

Landeshauptmann Mario Kunasek, der auch für Sport ressortzuständig ist, betont: „Den Schwimmunterricht gezielt in die heißen Wochen vor den Sommerferien zu verlegen, verbindet Lernen, Bewegung im Freien und Sicherheit auf sinnvolle Weise. Kinder profitieren von Unterricht im Wasser statt in überhitzten Klassenzimmern, gleichzeitig stärken wir die Schwimmkompetenz und leisten einen Beitrag zur Unfallprävention. Auch Freibäder profitieren davon.“

Bildungslandesrat Stefan Hermann ergänzt: „Wir sehen in den letzten Schulwochen immer häufiger, wie belastend die Hitze für Schüler und Lehrkräfte sein kann. Statt den Unterricht in überhitzten Klassenräumen auslaufen zu lassen, wollen wir eine Lösung, die pädagogisch sinnvoll, organisatorisch machbar und gesundheitlich vernünftig ist. Geblockter Schwimmunterricht nach dem Notenschluss wäre ein innovativer Beitrag, der die Debatte um die Sommerferien um eine konkrete, umsetzbare Maßnahme ergänzt.“

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