Vorwürfe rund um Betriebsrat der voestalpine Tubulars müssen lückenlos aufgeklärt werden
Aktuelle Verdachtsmomente werfen Fragen auf – auch frühere Causa darf nicht in Vergessenheit geraten; Vertrauen der Beschäftigten muss geschützt werden
Rund um den Betriebsrat der voestalpine Tubulars in Kindberg stehen schwerwiegende Vorwürfe möglicher finanzieller Unregelmäßigkeiten im Raum. Die Verdachtslage wurde laut Medienberichten auch an die Arbeiterkammer und die Staatsanwaltschaft herangetragen. Derzeit wird geprüft, ob überhaupt ein strafbares Verhalten vorliegt. Für alle Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung. Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Philipp Könighofer fordert eine rasche und vollständige Aufklärung: „Niemand darf aufgrund von Vorwürfen vorverurteilt werden. Gleichzeitig müssen mögliche finanzielle Unregelmäßigkeiten lückenlos geprüft werden. Immerhin geht es um das Vertrauen von Hunderten Beschäftigten in ihre Interessenvertretung.“ Auch die vor einigen Jahren bekannt gewordenen Malversationen rund um Betriebsratsgelder müssen bei der Aufarbeitung berücksichtigt werden. „Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass diesmal alle Fakten auf den Tisch kommen. Dabei muss auch geprüft werden, ob der Betriebsrat möglicherweise selbst Opfer eines Fehlverhaltens Dritter geworden ist“, so Könighofer. „Es geht nicht um politische Vorverurteilung, sondern um Transparenz und Kontrolle. Sollte es Unregelmäßigkeiten gegeben haben, müssen diese aufgeklärt und entsprechende Konsequenzen gezogen werden. Denn solche Vorfälle können das Vertrauen in die gesamte Belegschaftsvertretung nachhaltig beschädigen“, betont Könighofer abschließend.